Kultur- und sozialwissenschaftliches Profil

Die Psychologie der SFU ist kultur- und sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Damit positioniert sie sich als Alternative zur gegenwärtig, den Mainstream beherrschenden und an anderen Universitäten vorwiegend vertretenen naturwissenschaftlichen Orientierung der Psychologie.

„Alternative“ bedeutet jedoch nicht „Opposition“: Vielmehr wird theoretisch und praktisch vermittelt, dass verschiedene Ansätze in der Psychologie in unterschiedlichen Weltanschauungen verankert sind und z. B. heterogenen historischen, kulturellen und geopolitischen Prägungen und Anliegen entspringen, diese widerspiegeln und auch zu ihrer Transzendierung oder jeweiligen Bewahrung beitragen können.

Gegenstandsbereiche der Psychologie werden außerdem unter jeweils eigener Perspektive auch von anderen wissenschaftlichen Disziplinen berührt und behandelt. Es geht darum, in der Lehre solche Affinitäten, Überschneidungen und Irritationen durch andere (angrenzende) Disziplinen gezielt zu fördern. Schließlich sollen die AbsolventInnen auch die Kompetenz erwerben, mit VertreterInnen anderer Disziplinen in der Berufspraxis konstruktiv zusammenzuarbeiten. Beispielsweise lohnt es sich, Fragen zu Migration und Interkulturalität auch mit Perspektiven aus der Soziologie, der Anthropologie oder der Sprachwissenschaft zu beleuchten.

Das Bachelorstudium stellt die Grundstufe eines kulturwissenschaftlich fundierten Vollstudiums der Psychologie an der SFU dar. Aufbauend werden derzeit Masterstudiengänge (Abschluss: MSc.) mit Schwerpunktsetzung in Wirtschaftspsychologie sowie in Klinische Psychologie angeboten. Weitere Studien- und Ausbildungschwerpunkte können je nach Bedarf eingebaut werden. Als Schlussstein des Vollstudiums ist ein Doktoratsstudium (Abschluss: Ph.D.) im Aufbau.