Zusatzveranstaltungen

Dr. Johanna Gerngross
„Notfallpsychologie UE“

Die Lehrveranstaltung bietet als Ergänzung zur Vorlesung „Notfallpsychologie“ die Möglichkeit, ausgehend von den theoretischen Grundlagen, die wichtigsten notfallpsychologischen Interventionen und Techniken der Akuthilfe aktiv zu erlernen.
Anhand von realen Praxisfällen werden Gesprächsführung und Interventionen der Akut- und Stabilisierungsphase eingeübt und reflektiert.

Ziel ist die Vermittlung basaler notfallpsychologischer Handlungskompetenzen für einen professionellen Umgang mit Betroffenen von Notfallsituationen.

Zahlreiche Fallbeispiele, Videos und klare Handlungsanleitungen ergänzen die theoretischen Grundlagen praxisnah und tragen zu einer lebendigen und abwechslungsreichen Gestaltung der Lehrveranstaltung bei.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Grundlagen der Gesprächsführung in der Akut- und Stabilisierungsphase
  • Resilienzfördernde Gesprächsführung
  • Interventionen bei Schuld und Schuldgefühlen
  • Überbringen von schlechten Nachrichten
  • Belastungen bei HelferInnen – Gefühlsansteckung

Literatur:

Fischer, G. & Riedesser, P. (2009). Lehrbuch der Psychotraumatologie. Stuttgart: UTB.
Gerngroß, J. (Hrsg.) (2015). Notfallpsychologie und psychologisches Krisenmanagement.
Stuttgart: Schattauer.

Hausmann, C. (2016). Interventionen der Notfallpsychologie. Was man tun kann, wenn das Schlimmste passiert. Wien: Facultas.
Lasogga, F. & Gasch, B. (2011). Notfallpsychologie. Lehrbuch für die Praxis (2. überarb.
Ausg.). Heidelberg: Springer.

Welter-Enderlin, R., Hildenbrand, B. (Hrsg.) (2012). Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände (5. Aufl.). Heidelberg: Carl-Auer.

Termine im SoSe 2016:

Mittwoch 09.03.2016 von 09.00 – 13.00
Mittwoch 06.04.2015 von 09.00 – 13.00
Mittwoch 20.04.2015 von 09.00 – 13.00

Dr. Markus Zöchmeister
Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse

Ausgehend von dem Seminarbuch XI von Jacques Lacan Über die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse werden in dieser Zusatzvorlesung wichtige Freudtexte mit Lacan wiedergelesen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die klinische Perspektive gelegt. Es wird versucht, die Radikalität von Freuds Denken mit der Lektüre von Lacan neu zu hören. Lacans Anliegen war es immer gewesen, Freud aus der Vergessenheit zu holen, die Botschaften des Unbewussten hörbar zu machen und gleichzeitig zeigt sich in diesem Seminar der Bruch mit dem psychoanalytischen Establishment. Dieser Bruch steht am Beginn der vor allem für unsere Zeit so notwendigen Wiederentdeckung Freuds.

Literatur:

Sigmund Freud: Die Verdrängung
Sigmund Freud: Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten
Sigmund Freud: Das Unbewusste
Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzips
Jacques Lacan: Seminar XI Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse

Für den Besuch dieser Lehrveranstaltung sind keine Voraussetzungen gegeben.

Start: Montag, 5.10. von 19:15 bis 20:15 Uhr