Fachbereich Qualitative Methoden

Mission Statement

Der Fachbereich Qualitative Methoden der Sigmund Freud Privatuniversität verbindet die hochwertige Betreuung und Durchführung qualitativer Forschungsarbeiten und –projekte mit fundierter und praxisbezogener Methodenausbildung. Besonderes Kennzeichen ist die enge Verknüpfung zwischen Forschung und Lehre sowie die beständige Reflexion und Weiterentwicklung qualitativer Methodik und Praxis. Durch die projektbasierte Form der Lehre werden Studierende neben der theoretischen Einführung in die qualitative Methodik früh an die Forschungspraxis herangeführt. Interessierte haben die Möglichkeit, ihre Qualifikationsarbeiten in Anbindung an laufende Projekte des Fachbereichs zu verfassen und dadurch tiefer in die Praxis einzutauchen.

Darüber hinaus bietet der Fachbereich auch Methodenberatung im Einzel- und Gruppensetting an. Wenn Sie Fragen zu qualitativen Methoden haben, oder sich für die Angebote des Fachbereichs interessieren, wenden Sie sich an die Fachbereichskoordinatorin Univ.-Ass. Dr.in Katharina Hametner.

Fachbereichskoordinatorin
Univ.-Ass. Dr.in Katharina Hametner

Lehrende
Wien

Sonja Deuscher, BSc.

Univ.-Ass. MMag. Dr. Stefan Hampl

Univ.-Ass. Dr. Aglaja Przyborski

Mag.a Katrin Rauch

Natalie Rodax, BSc. MSc.

Univ.-Ass. Mag. Markus Wrbouschek

Irina Zamfirescu, BSc. MSc.

Linz

Dr.in Margret Jäger

Mag.a Philomena Pötscher

TutorInnen

Anna-Maria Mayer

Katharina Koller

 

Lehrveranstaltungen

VO Einführung in die qualitativen Methoden I

Die Vorlesung vermittelt Grundlagenkenntnisse qualitativer Forschungsmethodologie und führt in den qualitativen Forschungsprozess ein. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf den Prozessen der Beobachtung, der sprachlichen Datenerhebung und Datendokumentation. Zudem werden Grundzüge der Partizipativen Forschung vorgestellt .

VO Einführung in die qualitativen Methoden II

Die Vorlesung vermittelt Grundlagenkenntnisse qualitativer Forschungsmethodologie und führt in den qualitativen Arbeitsprozess ein. Der Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf Methoden der qualitativen Datenauswertung, es werden überblicksartig einige der häufigsten Strategien der Datenauswertung vorgestellt. Darüber hinaus behandelt die Vorlesung Möglichkeiten der Aufbereitung und Präsentation qualitativer Forschungsergebnisse.

PS Einführung in qualitative Methoden: Beobachtung

Die Lehrveranstaltung führt in handlungspraktischer Form in die Forschungspraxis qualitativer Forschung ein. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Kompetenzen im Bereich der qualitativen Feldforschung, Datenerhebung und Transkription. Diese Kompetenzen werden an Hand von den Studierenden selbst durchgeführten Forschungsprojekten angeeignet. Durch die Konzeption und Realisierung eigener Interessen und Fragestellungen erlernen die Studierenden die Grundzüge von Forschung im qualitativen Paradigma sowie die dazugehörigen Techniken der Beobachtung und Felderschließung, Gesprächsverfahren sowie der Datendokumentation. Der gesamte Forschungsprozess wird im Rahmen von Präsentationen begleitet und reflektiert sowie in einem Zwischenbericht dargelegt.

PS Einführung in qualitative Methoden: Befragung

Die Lehrveranstaltung führt in handlungspraktischer Form in die Forschungspraxis qualitativer Forschung ein. Dabei liegt der Fokus auf Verfahren der Auswertung qualitativer Daten. In der gemeinsamen Bearbeitung von empirischem Material erlernen die Studierenden Basiskompetenzen für qualitative Auswertungen (Textsortentrennung, Trennung von Sinnebenen, Erfassung von manifestem und latentem Gehalt, Bedeutung von Performanz, etc.). Anhand von Auswertungsbeispielen werden darauf aufbauend die konkreten Auswertungsschritte verschiedener Methoden (Inhaltsanalyse, Dokumentarische Methode, Diskursanalyse, etc.) eingeübt. Abschließend werden Strategien der Generalisierung sowie die Frage der Darstellung qualitativer Ergebnisse besprochen. Die Studierenden wenden die erlernten Auswertungsmethoden auf selbsterhobenes Material an und stellen abschließend ihre Ergebnisse in einem Forschungsbericht dar.

VO/UE Forschungsmethoden und Evaluation: Qualitative Methoden I

 

VO/UE Forschungsmethoden und Evaluation: Qualitative Methoden II

Das konkrete Lernziel der LV ist die selbständige Durchführung eines vollständigen qualitativen Forschungsprojekts, das auf eine psychologische Intervention gerichtet ist: Formulierung von Erkenntnisinteresse und Fragestellung, Sampling, Auswahl geeigneter Erhebungsinstrumente, Auswertung und komparative Analyse; Reflexion des eigenen Forschungsprozesses sowie der -ergebnisse in der Klein- und Großgruppe. Der methodisch-reflexive Kompetenzerwerb und der übende Charakter der LV bietet den Studierenden die Möglichkeit eine eigene psychologische Position zu entwickeln, aus der heraus sie informiert zu gesellschaftlichen Vorgängen Stellung beziehen und (empirisch begründete) Lösungsvorschläge erarbeiten können.

Forschungsprojekte der Fakultät für Psychologie, die u.a. mit qualitativen Methoden arbeiten:

Zur Konstruktion ‚der muslimischen Frau‘ im Spannungsfeld von Freiheit und Zwang, Projektleitung: Dr.in Katharina Hametner

„Generation In-Between“ – Besatzungskinder und Besatzungsenkel in Österreich und Deutschland

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Rainer Gries

https://www.sfu.ac.at/news/psy-forschungsprojekt-generation-in-between-besatzungskinder-und-besatzungsenkel-in-oesterreich-und-deutschland/

Deutungsmuster in Bezug auf die sowjetische Vergangenheit bei den Alltagssubjekten im gegenwärtigen Russland,

Projektleitung: Dr.in Anna Schor-Tschudnowskaja

The Psychological is political. A recent history of feminist psychology in Vienna, 1972-2000

Projektleitung: Dr.in Nora Ruck

2016 belegt Österreich Platz 53 im internationalen Global Gender Gap Report und hat damit 15 Plätze im Vergleich zum Vorjahr verloren. Um wirkliche Chancengleichheit für Frauen und Männer zu erreichen, muss der psychologischen Dimension von Geschlechterungleichheit auf mindestens drei Ebenen begegnet werden: (1) Die psychologischen Gründe, die Frauen wie Männer davon abhalten, sich gegen die Diskriminierung von Frauen zur Wehr zu setzen, bedürfen wissenschaftlicher Erklärung. (2) Die Konsequenzen von Geschlechterdiskriminierung auf die psychische Gesundheit der Betroffenen muss wissenschaftlich untersucht werden. Und (3) bedarf es psychosozialer Angebote, die die sozialen Bedingungen psychischer Gesundheit adressieren. Um diesen drei Ebenen Rechnung zu tragen, muss das Rad nicht neu erfunden werden. Es ist vielmehr notwendig, die bestehenden Wissensbestände und psychosozialen Angebote aufzuarbeiten und sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zusatzangebote

Qualitative Methodensprechstunde Wien

Für methodische Fragen, die sich im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten ergeben wird eine Methodensprechstunde angeboten. Bitte um Voranmeldung!

Qualitative Methodensprechstunde Linz

Für methodische Fragen, die sich im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten ergeben wird eine Methodensprechstunde angeboten. Bitte um Voranmeldung!

Tutorium für die Lehrveranstaltungen im Bachelor Sommersemester 2017

Das Tutorium dient der Unterstützung und Beratung der Studierenden bei ihren Forschungsprojekten im Rahmen des PS sowie dem gemeinsamen Erarbeiten der Pflichtlektüre.

Technische Hilfsmittel

Lizenzen für das Programm AtlatsTi können gegebenenfalls im Raum 4012 bei Stephan Cesnik angefragt werden.

Literaturempfehlungen

Bergold, J. & Thomas, S. (2010). Partizipative Forschung. In: G. Mey, & K. Mruck, (Hrsg.), Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. 333-344.

Links

ZQF – Zeitschrift für qualitative Sozialforschung

http://www.budrich-journals.de/

FQS – Forum: Qualitative Sozialforschung
http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/index

Qualitative Inquiry
http://qix.sagepub.com

Qualitative Research in Psychology
http://www.tandfonline.com

Qualitative Health Research
http://qhr.sagepub.com

International Journal of Qualitative Methods
http://ejournals.library.ualberta.ca/index.php/IJQM

ikus – Institut für Kulturpsychologie und qualitative Sozialforschung
https://vereinikus.wordpress.com/

ces – Centrum für qualitative Evaluations- und Sozialforschung
http://www.ces-forschung.de/

Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung
http://www.qualitative-forschung.de/methodentreffen/

Magdeburger Methodentreffen
http://www.zsm.ovgu.de/Methodenworkshop.html