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Mi.
17. Juni

PSY | Forschungskolloquium „Psychologie der sozialen Ungleichheit“

Mittwoch, 17. Juni 2026, 17:00 – 19:00 Termin in Kalender eintragen

Das Forschungskolloquium an der Fakultät für Psychologie zielt darauf ab, ausgehend von eingeladenen Vorträgen über Fragen der sozialen Ungleichheit an der Schnittstelle von Individuum und Gesellschaft zu diskutieren. Das Kolloquium ist dabei dezidiert interdisziplinär ausgerichtet und möchte (sozial)psychologische Überlegungen mit verschiedenen sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven ins Gespräch bringen. Das Kolloquium findet zweimal im Semester statt.

  • Wann: 17.06.2026, 17 – 19 Uhr
  • Wo: SFU Wien, Freudplatz 1, Hörsaal 5001

Das Nicht-Sesshaft-Werden-Können als neue Dimension sozialer Ungleichheit?

Auch in einer postmigrantischen Gesellschaft, indem Migration und Mobilität die Norm darstellen, streben die meisten Menschen danach, selbstbestimmt sesshaft zu werden. Angesichts der Wohnungskrise mit ihren drastisch steigenden Mieten und wachsendem Verdrängungsdruck, der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse und der Raumgreifung rechter, migrationsfeindlicher Rhetorik fällt es vielen Menschen jedoch zunehmend schwer, ein Zuhause zu finden und zu erhalten.

Vor diesem Hintergrund und im Einklang einer De-Migrantisierung von Migrationsforschung verschieben wir in diesem Vortrag unser Interesse weg von Mobilität und Migration hin zu den (Un)Möglichkeiten des Sesshaft-Werden-Könnens. An der Schnittstelle reflexiver Migrationsforschung, Sozialpsychologie und kritischer Stadtforschung betrachten wir relationale Erfahrungen des (Nicht-)Sesshaft-Werden-Könnens als eine neue, intersektionale Dimension sozialer Ungleichheit innerhalb einer urbanisierten, postmigrantischen Gesellschaft. Wir gehen dabei über affektbasierte Konzepte wie Zugehörigkeit (belonging) und Identität hinaus und betonen ihre Verflechtungen mit den physischen (Un-)Möglichkeiten, inmitten der Wohnungskrise einen angemessenen Wohnort zu finden.

Zu den Vortragenden

Dr. Raffael Beier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe „International Planning Studies“ an der Technischen Universität Dortmund.

Jun.-Prof. Dilek A. Tepeli ist ab April 2026 Juniorprofessorin für Interkulturelle Kommunikation mit Schwerpunkt Migrationsforschung an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

 

Kontakt für Rückfragen: 

Ass.-Prof.in Dr.in Katharina Hametner
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Fakultät für Psychologie
Institut für Qualitative Sozialforschung
qualitative.methoden@sfu.ac.at

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