PSY | Neue Ausgabe von „Psychologie & Gesellschaftskritik“: Autoritarismus und Klimawandel im Fokus
Kürzlich ist in der von Katharina Hametner, Nora Ruck und Markus Wrbouschek (alle Fakultät für Psychologie) mitherausgegebenen Fachzeitschrift Psychologie & Gesellschaftskritik das neue Schwerpunktheft Autoritarismus und Klimawandel erschienen. Das Heft wurde von Charlie Kaufhold und Ayline Heller herausgegeben.
Die aktuelle Ausgabe beleuchtet aus psychoanalytischen, kultur- und sozialpsychologischen Perspektiven die Zusammenhänge von Klimawandel, autoritären Dispositionen und gesellschaftlicher Spaltung. Die Beiträge zeigen, wie ökologische Bedrohungen nicht nur politische und ökonomische, sondern auch tiefgreifende psychische und affektive Prozesse auslösen.
Highlights der Ausgabe
- Verliebt in Autarkie: Anna Rosa Ostern analysiert Freiheits- und Autarkiewünsche von Selbstversorger*innen als massenpsychologisches Phänomen mit autoritärem Potenzial.
- Autoritäre Dynamiken in Anbetracht des Klimawandels: Charlie Kaufhold, Delaram Habibi-Kohlen und Anja Schnurr rekonstruieren Spaltungs- und Projektionsmechanismen im Umgang mit der Klimakrise.
- Subjektideale des Tesla Cybertruck: Moritz Meister, Markus Trimmel und Thomas Slunecko zeigen, wie konsumkapitalistische Zukunftsbilder sozialdarwinistische Fantasien und aggressive Männlichkeitsideale befördern.
- Petromaskuline Mittäterinnenschaft?: Marc Blüml und Leon Schultze untersuchen die ambivalente Rolle weiblicher Aggression in der Reproduktion autoritärer, petromaskuliner Ordnungen.
- Entweltlichte Zerstörung: Niclas O’Donnokoé entwickelt den Begriff der Weltangst als affektiven Resonanzboden autoritärer Politiken im Kontext ökologischer Entfremdung.
Das Heft verbindet tiefenhermeneutische Analysen mit zeitdiagnostischer Gesellschaftskritik und leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der psychischen Dimensionen der Klimakrise.
Psychologie & Gesellschaftskritik
49. Jahrgang • 2025 • Heft 2 (194)
Pabst, 2025
ISSN 0170-0537
14. Januar 2026