PSY | Rückblick auf das Forschungskolloquium „Psychologie der sozialen Ungleichheit“
Das Forschungskolloquium „Psychologie der sozialen Ungleichheit“ (17. März 2026, Fakultät für Psychologie) bot spannende Einblicke in aktuelle interdisziplinäre Forschungsansätze und brachte Psychologie-Studierende und Forschende zu zentralen Fragen an der Schnittstelle von Individuum und Gesellschaft zusammen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag von Mark Joseph Connaughton (Roskilde University), der im Rahmen des INDIGMA-Projekts ethnografische Perspektiven auf die Würde von arbeitslosen Menschen präsentierte. Anhand von Fallstudien aus den USA, Frankreich und Dänemark zeigte er auf, wie Arbeitslosigkeit nicht nur institutionelle Kontexte betrifft, sondern auch tief in persönliche Lebensbereiche wie Familie und Gemeinschaft hineinwirkt. Besonders wertvoll war dabei die offene Diskussion, da es sich um ein noch laufendes Forschungsprojekt handelt.
Das Forschungskolloquium zeichnete sich durch seinen bewusst interdisziplinären Zugang aus, bei dem sozialpsychologische Fragestellungen mit sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven verknüpft wurden. Damit wurde eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig ein Psychologiestudium sein kann: Es reicht von empirischer Forschung über gesellschaftliche Analysen bis hin zu praxisnahen Fragestellungen des Alltagslebens.
Nächstes Forschungskolloquium:
Das Nicht-Sesshaft-Werden-Können als neue Dimension sozialer Ungleichheit?
17.06.2026, 17 – 19 Uhr | SFU Wien, Freudplatz 1, Hörsaal 5001