Leitung: Univ.-Prof. Dr. Peter Walla PD, e-mail

Das Freud CanBeLab ist ein mit physiologischen und psychologischen Messverfahren ausgestattetes Hirnforschungslabor für empirische Untersuchungen kognitiver und/oder affektiver Informationsverarbeitung im menschlichen Gehirn und wird von der Fakultät für Psychologie in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Medizin direkt am Campus der SFU betrieben. Ziel ist, unbewusste Vorgänge an der Schnittstelle zwischen Kognitionspsychologie und Neurophysiologie (z B. in der Entscheidungsökonomie) mit Hilfe objektiver Messverfahren zu erklären und besser zu verstehen. Zum Einsatz kommen dabei vorderhand zwei Methoden:

  • EEG: Mit einem 64-Kanal-Elektroenzephalographen (mit aktiven Elektroden) können Gehirnaktivitäten in Millisekunden-Auflösung gemessen werden, um selbst kürzeste, neuronale Phänomene (Gehirnfunktionen) zu beschreiben. Die Analyse von EEG-Daten erfolgt nach dem Prinzip ereigniskorrelierter Potentiale (ERPe), was bedeutet, dass mithilfe einer Präsentationssoftware („Psychopy“) kontrolliert Reize dargeboten werden und diese dann meist einer bestimmten Instruktion folgend beurteilt werden müssen. Oft genügt aber auch rein passive Reizaufnahme, deren assoziierte Verarbeitung im Gehirn beschrieben werden kann.
  • Schreckreflexmodulation (SMR): Mit dieser Methode können affektive Antworten auf kontrollierte Reizdarbietungen ohne verbale Befragung gemessen und quantifiziert werden. Die dafür notwendige physiologische Messmethode ist die Elektromyographie (EMG). Diese wird mit einem mobilen 10 Kanal-System durchgeführt. Mit demselben Gerät können auch mehrere, weitere Parameter wie Herzrate, Hautleitwert, Atemfrequenz, Bewegung und Temperatur aufgezeichnet werden.

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